Diagnostik

Die Endometriose ist eine hormonabhängige Erkrankung, die am häufigsten bei Frauen zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr diagnostiziert wird. Leider erfolgt die Diagnosestellung häufig erst sehr spät – im Durchschnitt vergehen 3 bis 11 Jahre zwischen ersten Symptomen und dem Stellen der Diagnose. 

Mittleres Zeitintervall bis zur Diagnosestellung:
Frauen ≤ 19 Jahre 12,1 Jahre
Frauen ≥ 30 Jahre 3,0 Jahre
Patientinnen mit Kinderwunsch 4,0 Jahre
Patientinnen mit Unterbauchbeschwerden 7,0 Jahre

 

Gründe für die verzögerte Diagnosestellung sind die häufig unspezifischen Symptome, die im Rahmen der Menstruationsbeschwerden von Mädchen, Frauen und Ärzten als normal angesehen werden. Daher werden Beschwerden verzögert berichtet. Unspezifische Behandlungen - wie beispielsweise die Gabe hormoneller Verhütungsmittel - können die Beschwerden lindern und damit die korrekte Diagnostik ebenfalls verzögern. 

Ultraschalluntersuchungen können höchstens große Endometriosezyste an den Eierstöcken darstellen. Die typischen, kleinherdig vorkommenden Endometrioknötchen, versprenkelt in der gesamten Bauchhöhle, sind jedoch nur im Rahmen einer Bauchspiegelungen darstellbar.