Kryokonservierung von Eizellen

Unbefruchtete Eizellen konnten bisher zwar eingefroren werden, hatten jedoch nach dem Auftauen eine sehr schlechte Überlebenschance und daher auch nur eine geringe Schwangerschaftsrate. Seit 2010 ist jedoch dank einer neuen Einfriertechnik - der Vitrifikation - möglich, auch diese Zellen sehr gut einzufrieren. Sind im Rahmen einer In Vitro Fertilisation (IVF-Behandlung) oder einer ICSI-Behandlung mehr Eizellen befruchtet worden, als für den Embryotransfer vorgesehen sind, so können diese im Vorkernstadium (eine befruchtete Eizelle bis max. 20 Stunden nach der Befruchtung) eingefroren werden, so dass sie für eventuell notwendige oder von Ihnen gewünschte weitere Embryotransfers zur Verfügung stehen, ohne dass eine erneute Stimulationsbehandlung notwendig wird. Diese Eizellen können über Jahre bei -196°C gelagert werden. Dabei nehmen nur etwa 20% der Eizellen Schaden bei der Gefrierkonservierung. Die Chance, durch gefrierkonservierte Eizellen schwanger zu werden, liegt immerhin noch bei ca. 23%, abhängig von der Anzahl der transferierten Eizellen.